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Card Sorting

Wenn ihr neue Produkte und Services entwickelt, dann geht es immer um die Bedürfnisse eurer Kund:innen. Was wollen sie? Welche Features braucht das Produkt? Welche Funktionen sind unbedingt notwendig? Mit der Design Thinking Methode der Card Sorting Methode könnt ihr herausfinden, was euren Kund:innen wirklich wichtig ist.

Erklärung der Methode Card Sorting

Wenn ihr euer Produkt oder euren Service in einem Design Thinking Projekt entwickelt, seid ihr Expert:innen der Bedürfnisse eurer Kund:innen. Ihr lernt in dem gesamten Design Thinking Prozess eure Kund:innen und ihre Wünsche immer besser kennen.

Sobald ihr eine Lösung gefunden habt, geht es darum, diese Lösung – also euer Produkt, zu gestalten. In Rahmen des Testings eures Prototyps könnt ihr mit der Card Sorting Methode herausfinden, was euren Kund:innen wirklich wichtig ist. Ihr findet heraus, was sie unbedingt brauchen, was schön wäre, aber nicht unbedingt ausschlaggebend ist und welches Feature irrelevant für eure Kund:innen ist. Bei der Methode werden die Features und Funktionen priorisiert. Dazu nutzt ihr Karten, um die Features zu visualisieren.

Anwendung von Card Sorting

1️⃣ Vorbereitung

Bevor ihr mit eure potentiellen Kund:innen sprecht, bereitet ihr eure Karten vor. Nutzt dazu Symbolkarten, die eure Features und Funktionen beschreiben. Arbeitet bei euren Karten möglichst visuell, könnt aber auch einen kurzen Beschreibungstext ergänzen. Achtet darauf, dass jede:r erkennen kann, um welche Funktion oder um welches Fetuares es sich handelt. Testet eure Karten ruhig vorab in eurem Team.

2️⃣ Durchführung

Die Card Sorting Methode kommt in Rahmen von Interviews zum Einsatz. Ihr führt diese Interviews zu zweit durch. Eine:r von euch führt das Gespräch und fragt nach der Motivation und eine:r protokolliert das Gespräch.

Ihr gebt euren Kund:innen die Karten und lasst sie von ihnen sortieren. Bietet eure Kund:innen ihre Gedanken dabei laut auszusprechen, damit ihr den Gedankengängen folgen könnt. Die Karten lasst ihr die 3 Kategorien sortieren:

  • Must have: das finde ich wichtig, das brauche ich unbedingt
  • Nice to have: das wäre schön, darüber würde ich mich freuen
  • Killer Features: das brauche ich nicht, das ist überflüssig

Nachdem alle Karten kategorisiert wurden, fragt ihr nach der Motivation. Zum Abschluss gebt ihr euren Kund:innen ein Budget, welches sie an die jeweiligen Features verteilen können. So erhaltet ihr auch einen ersten Einblick in eine mögliche Preisgestaltung.

3️⃣ Auswertung

Sobald ihr alle Gespräch durchgeführt habt, erhaltet ihr einen sehr guten Überblick, welche Features wirklich relevant für eure Kund:innen sind. Und das Ergebnis kann durchaus davon abweichen, was ihr als Team vermutet habt. Nutzt die Erkenntnisse, um eine erste Version eures Produktes zu planen. Das sollte alle Must have Features beinhalten. Alle weiteren Features (nice to have) könnt ihr für spätere Versionen berücksichtigen.

Tipps zur Arbeit mit der Card Sorting Methode

Wir lieben die Card Sorting Methode und nutzen sie wirklich gerne. Ihr erhaltet mit schnell einen Einblick, was wirklich wichtig ist und das ohne, dass ihr lange Interviews führen müsst. Wir möchten noch 3 Tipps mit euch teilen:

🖼️ Visuelle Karten

Gestaltet eure Karten so, dass sie schnell erfasst werden können. Ihr solltet nicht mehr als einen Satz als Beschreibungstext ergänzen.

🔢 Nicht zu viele Karten

Legt euren Interviewpartner:innen maximal 10 Karten vor. Noch besser sind weniger Karten. Je mehr Karten, desto länger dauert das Sortieren und desto verwässert ist euer Ergebnis. Versucht euch eher auf die wichtigsten Features zu fokussieren. Wir haben mit 4-5 Karten die besten Erfahrungen gemacht.

🗣️ Erklären lassen

Lasst euch unbedingt die Reihenfolge erklären. So erhaltet ihr die spannenden Einblicke und erfahrt wieso ein Feature besonders wichtig oder unwichtig ist.  

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Autor:in

Kristina Lizenberger

Kristina ist systemische Beraterin und setzt sich für Führung von morgen ein. Sie liebt Methoden und Tools. Das werdet ihr spätestens in der Zusammenarbeit mit ihr merken.

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